Kirche

Foto: Heike Schlegel

Friedhof

Allgemeine Informationen

kapellenfenster
Fenster Kapelle

Der Haupteingang mit dem Parkplatz ist über die Straße  „Am Hohen Esch“ zu erreichen.             Ein zweiter Eingang befindet sich an der B6.

Das Friedhofsgelände zieht sich weit den Hang des Krusenberges hinauf und bietet im oberen Teil eine wunderschöne Aussicht über Barrien und das Hachetal.

 

Im unteren, älteren Bereich finden sich noch viele Familiengrabstätten.

Hier kann man aber auch den Wandel der Friedhofskultur am besten beobachten. Viele Grabstätten wurden schon aufgegeben und die Grasflächen zwischen den Gräbern nehmen immer mehr Raum ein.

 

Im mittleren Bereich , auf halber Höhe, liegt die Friedhofskapelle.

Hier finden wir die Gräbstätten meist noch ohne größere Lücken in den Reihen. Aber auch hier hat  in den letzten Jahren ein Wandel eingesetzt. Die Urnen-Bestattung.

Wir finden eine lange Reihe von Quadratmeterstellen für Urnen und eine Dyadengrabstelle für Urnen  neben den Sarggräbern.

 

Im oberen Teil des Friedhofes wurden neue Grabformen geschaffen.

Als erstes die Rasengräber für Särge und Urnen , die von den Angehörigen nicht mehr gepflegt werden müssen.

Und dann im Jahr 2020 die Rasengräber am Gemeinschaftsbeet „Himmelsbogen“ und für Urnen die Gemeinschaftsgrabstätte „Unter der Eiche“, auch mit einem großen Blumenbeet, das von den Friedhofsgärtnern gepflegt wird.

Diese neuen Grabformen sind einer sich verändernden Bestattungskultur geschuldet. Es werden immer mehr pflegeleichte oder pflegefreie Grabstätten gewünscht, da viele Angehörige nicht mehr vor Ort wohnen und sich das ganze Jahr um die Gräber kümmern können.

 

So entstehen auf unserem Friedhof neu gestaltete Flächen, aber auch Räume, die kreative Ideen fordern.

Im unteren Bereich wurden Bäume gepflanzt, Blühstreifen mit Frühlingsblühern und Wiesenblumen gesät, um mit der Zeit einen parkähnlichen Charakter zu schaffen.

Auch der Natur- und Klimaschutz muss in Zukunft eine größere Rolle spielen. Die neuen Bäume werden trockenere Sommer besser tolerieren und die Blühstreifen Nahrung für Insekten bieten.

Eine große Naturwiese im oberen Bereich ernährt die Bienenvölker, die auf dem Friedhof leben.

 

Bei einem Rundgang über unseren Friedhof gibt es aber noch mehr zu entdecken.

Es gibt vier Soldatengräber aus den letzten Tagen des 2. Weltkrieges, eine „Pastorengrabstätte“ in der Nähe der Kapelle und ein Mahnmal für die gestorbenen Kinder von polnischen Zwangsarbeiterinnen aus den Tagen des NS-Regimes.

 

Wie wär`s mit einem kleinen Abstecher beim nächsten Sonntagsspaziergang zum Barrier Friedhof?

Bänke laden zu einer beschaulichen Rast ein und der Ausblick ist wirklich wunderschön.

Unser Friedhofs Team

Gisela Schwarz

Friedhofsverwaltung

Heike Schlegel
Glockenstraße 14a
28857 Syke
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Tag des Friedhofs

Am Sonntag, den 19.9. haben wir uns als Kirchengemeinde erstmals am bundesweiten Tag des Friedhofs beteiligt und zu verschiedenen Veranstaltungen auf den Barrier Friedhof eingeladen.

Etwa 220 Menschen waren an diesem Tag bei uns – 30 davon Helferinnen und Helfer von jung bis alt, die die Durchführung des Tages möglich gemacht haben. Vielen Dank dafür!

Begonnen haben wir um 11 Uhr mit einem Open-Air-Gottesdienst. Viele waren gekommen, so dass wir sogar noch Sitzgelegenheiten nachholen mussten. Die heiße Suppe zum Mittag ließ uns wieder aufwärmen, denn es war den Tag über recht kühl.

Die Friedhofsführungen von Anni Wöhler-Pajenkamp zu „Artenvielfalt und Klimaschutz auf dem Friedhof“ sowie von Klaus Zimmermann zu „Besondere Gräber und Gedenkstätten“ haben großen Anklang gefunden.

Auch das Angebot der Aussteller ist von vielen angenommen worden. Die Buchhandlung Schüttert hatte Bücher im Angebot zum Thema Sterben und Tod – für Erwachsene wie auch für Kinder. Der Ökumenische Hospizdienst unserer Syker Kirchengemeinden war gut vertreten und ansprechbar für Interessierte. Beim Steinmetz Grabowski konnte man das Handwerk der Steinmetzkunst erleben, die Imkerin Heike Engels bot den Honig ihrer Bienenvölker an, die auf dem Barrier Friedhof stehen, und das Bestattungsinstitut Husmann hatte in der Kapelle eine kleine Ausstellung und war ansprechbar.

Auch für Jüngere gab es Programm: Das Team der Kinderkirche hat mit den Kindern Schmetterlinge gebastelt und Kreuze bemalt. Außerdem konnten die Kinder eine Rallye über den Friedhof machen und Fragen beantworten wie z.B.: „Welche Bilder oder Symbole entdeckst du auf den Grabsteinen?“

Der Fotowettbewerb, der dazu einlud, mit einem gezielten Blick über den Friedhof zu gehen, ist gut angenommen worden. Die Fotos wurden gleich ausgedruckt und auf einer Leine präsentiert. Das beste Foto wird noch prämiert.

Der Tag war auch musikalisch geprägt durch ein Konzert des Kirchenchores, des Posaunenchores und das Abschlusskonzert an der Orgel mit Svavar Sigurdsson – „Heaven is a place on earth“.

Insgesamt gesehen hat sich die Vorbereitung gelohnt. Unser Friedhof ist an diesem Tag mehr als sonst in den Mittelpunkt gerückt. Menschen haben sich auf den Weg gemacht, den Friedhof zu besuchen und dort das Leben zu entdecken.

Auch, wenn sich die Besucherinnen und Besucher auf dem großen Gelände verteilt haben, waren doch viele gekommen – vielen Dank für Ihr und Euer Interesse!

Christus spricht: Ich lebe und ihr sollt auch leben. (Johannes-Evangelium, Kapitel 14, Vers 19)

Text: Susanne Heinemeyer